Horn

HornDie Grundstimmung des Horns ist in F. Heute gibt es auch Hörner, die durch Betätigung des Quartventils in F und B gestimmt werden können.
Verwandt sind auch Euphonium (Tenorhorn) und Baritonhorn. Da sie jedoch viel tiefer klingen, rechnet man sie eher der Familie der Posaunen zu. Naturhörner ohne Ventile können nur die Naturtonreihe spielen.

Ähnlich wie bei der Trompete entsteht der Ton durch Vibrieren der Lippen am metallenen Mundstück. Der Ton kann und muss also sehr direkt vom Spieler geformt werden.
Einen Ton aus dem Horn sauber und klar zu bekommen, ist allerdings um einiges schwieriger als bei der Trompete. Hier kommt es weniger auf die Kraft an, sondern mehr auf das Feingefühl für das Instrument.
Von der Länge her könnte das Horn eigentlich ein Bassinstrument sein, aufgrund des kleinen Mundstücks jedoch sind auch sehr hohe Töne zu erzeugen. Somit hat das Horn einen sehr großen Tonumfang von fast 5 Oktaven.

HörnerWie bei der Trompete: In Ausnahmefällen, wenn es der unbedingte Wunsch des Kindes ist, schon mit 6 oder 7 Jahren. Andernfalls empfiehlt sich der Einstieg dann, wenn sich das vordere Gebiss gut ausgebildet hat, also ab 9 oder 10 Jahren.

Wie eben schon erwähnt, kommt es beim Hornspielen weniger darauf an, mit Kraft in das Instrument zu blasen, um einen lauten, klaren Ton zu bekommen wie bei der Trompete, sondern das Feingefühl zu entwickeln, das für die Bildung des weicheren, volleren Hornklanges nötig ist. Ein in der Persönlichkeit des Spielers liegendes Feingefühl ist also nützlich für das Hornspiel.
Blockflötenkenntnisse sind ebenfalls nützlich, jedoch wegen der anderen Anordnung der Töne nicht in dem Maße ausschlaggebend wie bei Querflöte, Oboe, Klarinette.

Für Horn gibt es quer durch alle Epochen viel Literatur: Als sehr altes Instrument (früher als Signalhorn, das nur die Naturtonreihe spielen konnte) kommt es in Kompositionen der Renaissance, Barockzeit, Klassik, Romantik bis in die Neuzeit vor.
Mit dem Horn hat man neben dem Sinfonieorchester die Möglichkeit, in Bläsercorps und Posaunenchören mitzuspielen, allerdings wenig in der Jazzmusik.

Hornstimmen treten innerhalb eines Ensembles selten solistisch hervor, sondern sind meistens Neben- und Begleitstimmen. Deshalb sollte das Horn von Kindern gespielt werden, denen es nicht unbedingt ein Bedürfnis ist, im Vordergrund zu stehen, sondern die ihre Aufgabe gern und zuverlässig ausführen, auch wenn sie damit im Hintergrund bleiben.
Das bedeutet aber keineswegs, dass man mit dem Horn nicht auch virtuos spielen kann. Mit der heutigen Technik lassen sich schnelle Läufe und schwierige Melodien gut darauf spielen.

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