Blockflöte

Blockflöte

Der gebräuchlichste Typ ist die C-Sopran-Blockflöte. Meistens fängt man damit zu lernen an. Es gibt zwei Griffweisen: Deutsche Griffweise und barocke Griffweise.

Deutsche Griffweise:

Die Tonleiter wird systematisch gespielt: Ein Finger mehr auf die Löcher der Flöte gelegt bedeutet: Der nächste Ton klingt einen Ton tiefer als der vorherige.
Nachteile der deutschen Griffweise: Meist ist die Intonation nicht ganz rein, besonders die Töne f und fis sind leicht zu hoch.
Vorteile der deutschen Griffweise: Besonders für Anfänger ist die systematische Anordnung der Töne leicht durchschaubar und leichter zu lernen als die barocke Griffweise.

Barocke Griffweise:

Die Tonleiter wird in weiten Teilen systematisch gespielt wie bei der deutschen Griffweise, jedoch mit der Ausnahme des f: Die Regel, dass mit jedem zusätzlich auf die Löcher gebrachten Finger der nächst-tiefere Ton erklingt, gilt nicht im Fall des f.

Nachteile der barocken Griffweise: Für Anfänger (besonders für junge Anfänger) ist die Anordnung der Töne schwer zu durchschauen und motorisch schwierig zu bewältigen. Vorteile der barocken Griffweise: Die Intonation ist wesentlich besser, das fis in beiden Lagen ist leichter zu greifen.

Für den ersten Anfang ist – wegen der übersichtlichen Anordnung der Töne und der geringeren motorischen Schwierigkeit – die deutsche Griffweise zu empfehlen. Nach einigen Jahren, wenn das Spiel schon fortgeschritten ist, sollte man zur barocken Griffweise wechseln. Der Wechsel von der deutschen zur barocken Griffweise ist für fortgeschrittene Schüler leicht zu bewältigen.

Die C-Sopran-Blockflöte ist die gebräuchlichste. Fast alle Kinder im Grundschulalter beginnen, wenn sie Blockflöte lernen, mit der C-Sopran-Blockflöte.

Etwas größer und somit tiefer klingend ist die F-Alt-Blockflöte. Sie zu erlernen bedeutet im Grunde nichts anderes, als Transponieren zu lernen: Die von der Sopranflöte her vertrauten Griffe werden anderen Notenzeichen zugeordnet.

Die nächsttiefere Blockflöte ist die C-Tenor-Blockflöte. Sie kann jeder spielen, der die C-Sopran-Blockflöte beherrscht und ausreichend große Finger für die weit auseinander liegenden Löcher auf der C-Tenor-Flöte hat. Die Noten und die dazugehörigen Griffe entsprechen genau denen der C-Sopran-Blockflöte.

Die F-Bass-Blockflöte wird gegriffen wie die F-Alt-Blockflöte, jedoch sind die Noten zumeist im Bass-Schlüssel notiert. Diese zu lesen erfordert zusätzliches Umdenken.

Das Blasen der verschiedenen Blockflötenarten ist keine Schwierigkeit, denn der Kernspalt leitet durch seine Form die Atemluft genau auf die Kante (das Labium), wo der Ton entsteht. Es erfordert kein großes Geschick, überhaupt einen Ton zu erzeugen, und so hat man ziemlich schnell Erfolge damit, die Töne schön zu gestalten.

Die Blockflöte eignet sich hervorragend als Einstiegsinstrument für Kinder ab ca. 5 Jahre. Mit der Blockflöte können Kinder sich die Welt der Musik aktiv erschließen und ihr musikalisches Empfinden entwickeln. Natürlich sollte der Unterricht dem jungen Alter entsprechend spielerisch vonstatten gehen. Es sollten in erster Linie bekannte, einfache Melodien gespielt werden.
Für die Entwicklung der Kinder ist das Blockflötespielen sehr hilfreich: Die Schulung der Motorik hilft ihnen in der Schule beim Schreibenlernen, das Spiel in der Gemeinschaft fördert sie in der sozialen Entwicklung, und das mehrstimmige Spiel im Ensemble (z.B. bei einfachen, mehrstimmigen Kanons) stärkt sie in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

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